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Emotional - instabil Part 1

So heftig, hab ich schon lange nicht mehr gekämpft. Nachdem es vorhin ernsthaften Streit mit meinen Eltern gab, bin ich immer noch voll ausm Ruder. Bin mit Anlauf in meine Borderline - Gedankenspirale gesprungen. Und nun sitze hier und habe mindestens schon 200 Emotionsum - und Ausbrüche gehabt. Sitz seit 2h an meinem Blog und versuch die Skillsammlung fertig zu stellen und währenddessen meine Skills anzuwenden. Finalgon so fett auf den Arm geschmiert, dass der vermutlich gleich abfällt. Gummiband, Lavendelduft und Tee gleichzeitig. Das erste Mal seit Monaten wieder kurz vor ner Panikattacke gewesen. Gut, dann halt wie ne Irre durchs Zimmer im Kreis laufen. Und Loveparade Mukke hören. Wieder an den Laptop.  Geht wieder los.  Mir wird schwindelig, Atmung wird schneller. Dann halt ne Runde planken und Kniebeugen. Etwas besser. Skillsammlung weiterschreiben und währenddessen das schärfste Weingummi im Mund lutschen, dass ich jemals gegessen hab. Schließe die Augen und konzentrier...

Skill - Sammlung

 Hier ein kleiner Teil einer Skillsammlung (wird noch ergänzt) Sich ablenken durch Aktivitäten: - Puzzles - Lesen - ein Instrument spielen - Sport: Laufen, Skaten, Fahrrad fahren, Wandern, Schwimmen, Tanzen, Reiten, Volleyball, Krafttraining, Boxen etc. - in die Waschmaschine, in ein Aquarium, aus dem Fenster, in einen Kamin etc schauen - Holz hacken - Mandala malen - (Tagebuch) schreiben - Lieblingsklamotten anziehen - putzen, aufräumen - malen, basteln etc. - etwas planen (z.B. eine besondere Stunde, in der man sich für sich selbst Zeit nimmt) - singen - eine beliebige Route auf dem Stadtplan einzeinchen und entlang dieser Route laufen, joggen, spazieren... Sich ablenken durch Unterstützen - einen Freund besuchen, anrufen - einen Brief schreiben - jemand eine Freude machen - im Haushalt helfen - Vokabeln lernen - mit einem Freund etwas spielen (Gesellschaftsspiele) - chatten - Realitätscheck Sich ablenken durch Gefühle/Gefühle ersetzen - Roman lesen - durch Witze aufmuntern lasse...

Mein erster Suchtdruck - Danke, Tante Chrissi.

Mein erster Suchtdruck Wie habe ich meinen ersten Suchtdruck erlebt? Was hat ihn ausgelöst? Ich war 17. Und seit gut 5 Wochen auf Methamphetamin . Crystal . Wollte ich irgendwie schon immer mal ausprobieren. Und dann bot sich eine spontane Möglichkeit... Meine Mutter sagte damals öfter „ Wenn du einmal Drogen nimmst, bist du sofort abhängig! “ Pff, was für ein Schwachsinn, dachte ich. Das hätte ich ja wohl bisher bemerken müssen, wenn dem so wäre. Schließlich hatte ich ja bereits einiges an Substanzen ausprobiert. Mir war wohl bewusst, dass ich Drogen auch schon mal zur Problembewältigung missbraucht hatte. Aber abhängig sein? Suchtdruck haben? So etwas war mir, bewusst zumindest, fremd. Wie kam es nun dazu, dass ich meinen ersten Suchtdruck hatte? Und wie bemerkte ich dies? Ich war nun, wie gesagt, ca.   5 Wochen auf Crystal gewesen. Der Konsum fand zwar nicht täglich statt aber ich war ordentlich auf Zündung . Ostern 2009 standen zwei Festivals in Hollan...

Suchtdruck - was ist das & was kann ich dagegen tun?

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  Suchtdruck. Was ist das eigentlich? Suchtdruck oder auch Craving , ist das unerträgliche Verlangen nach etwas (einer Substanz, einer Handlung o.ä.). Vor allem bei Süchtigen , stellt Suchtdruck häufig ein Problem dar. Durch jahrelangen Suchtmittelkonsum bilden sich im Gehirn Strukturen aus, die den Konsum mit etwas vermeintlich positiven assoziieren. Das bedeutet u.a.: Süchtige sind daran gewöhnt, ihre Bedürfnisse immer JETZT & SOFORT befriedigen zu wollen. Wenn nun z.B. ein negatives Gefühl, wie Trauer im Raum steht, werden wir dieses Gefühl, in den meisten Fällen, sofort loswerden wollen. Wenn wir dem nun nachgeben & unser Suchtmittel konsumieren, um das Negative zu unterdrücken, wird ein Teil in unserem Gehirn angesprochen, der sich auch Belohnungszentrum nennt. Unser Belohnungszentrum merkt sich also: „Ah, das wirkt! Das verschafft mir schnell Erleichterung!“ Erleichterung ist immer etwas Positives & so entsteht die Verknüpfung „Wenn es mir schlecht geh...

Krass, du warst im Knast?

VORWORT TRIGGERWARNUNG - hier werde ich dann jetzt doch mal eine setzen. Ich habe jetzt lange darüber nachgedacht, ob und wie ich das Ganze eigentlich zu Papier bringen soll. Da die Story, wie es zu meiner Inhaftierung kam, nicht einfach mit zwei Sätzen zu erklären ist, habe ich meinem Schreibfluss einfach freien Lauf gelassen - und werde das jetzt auch genau so wie es ist, stehen lassen. Vermutlich bin ich das ein oder andere Mal, in den Jahren verrutscht oder habe eine andere Erinnerung daran als andere. Dabei geht es mir nicht darum, andere Menschen schlecht zu machen oder Mitleid zu erregen. Ich erzähle meine Geschichte. Nicht mehr und nicht weniger. Krass, du warst im Knast? . ..hätte ich gar nicht gedacht. Wie oft ich das schon gehört habe. Ja, das würde erstmal niemand denken. Genauso wie viele oft erstmal nicht glauben können, dass ich so schwer Drogenabhängig war oder was ich generell so durchgemacht habe. Etwas aus seinem Leben zu erzählen, kann manchmal ganz schön schwer sei...

My life in a nutshell Teil 1

My life in a nutshell Teil 1 Meine ersten Lebensjahre bis zur Pubertät Ich wurde 1992 in einer kleinen Stadt in Niedersachsen geboren. Meine ersten 5 Lebensjahre verbrachte ich gemeinsam mit meiner Mutter in einer Ein - Zimmer - Wohnung. Ich habe noch eine Halbschwester, diese lebte damals allerdings bei unseren Großeltern. Wir hatten wirklich nicht viel, meine Mutter versuchte mir dennoch eine schöne Kindheit zu bescheren. Leider packte sie mich dabei in Watte, um mich von "der großen bösen Welt" fernzuhalten. Damit meinte sie es sicherlich nur gut, nur leider war das rückblickend betrachtet, der falsche Weg. Mit 6 Jahren, pünktlich zu meiner Einschulung, zogen wir in einen anderen Stadtteil und endlich in eine größere Wohnung. Dieser Stadtteil, vor allem unsere Straße, war grad im Umbruch und sollte sich eigentlich zum positiven verändern. Tatsächlich sieht man davon bis heute gar nichts. Als Kind freute ich mich wahnsinnig doll auf die Schule. Meine Mutter hatte ja vorher ...

Wer bin ich & was mach ich hier?

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Hi , ich bin Schmörry & ich möchte euch meine Geschichte erzählen. Klar, Schmörry ist nicht mein richtiger Name. Es ist ein Spitzname mit dem ich, lange Zeit, viel Negatives verbunden habe.  Aber mein Leben hat sich geändert und ich möchte das Negative aus meiner Vergangenheit abschütteln.  Daher werde ich diesen Namen beibehalten und ihm wieder einen positiven Touch geben. Worum es mir hier geht? Ich möchte meine Erfahrungen mit euch teilen. Erfahrungen mit Sucht & psychischen Erkrankungen . Zum einen, weil ich gemerkt habe, dass es mir selbst gut tut und mir bei meiner Verarbeitung hilft, meine Geschichte aufzuschreiben.  Zum anderen, weil ich, durch eben dieses Aufschreiben und mit anderen teilen, gemerkt habe, dass es Menschen gibt, die von meinen Erzählungen wirklich profitieren können. Mir geht es nicht darum Mitleid zu erhaschen oder irgendeinen Fame zu erlangen. Ich möchte helfen, aufklären, anregen... Lange Zeit habe ich mich geschämt für mich und meine ...